Startseite arrow Ochsenfrosch
Ochsenfrosch Drucken
Geschrieben von Administrator   
Samstag, 20. Oktober 2007

 Bild anklicken

Eine Vegetarische Kaulquappe kommt an Land und wird zum gefräßigen Allesfresser.

Sogar vor der eigenen Sippschaft wird nicht haltgemacht.In mehreren Gewässern nördlich von Karlsruhe wurde im Jahr 2001 zum ersten Mal einige Tausend Kaulquappen und Junge Ochsenfrösche (Rana catesbeiana) entdeckt. Es handelt sich dabei um Nachkommen ausgesetzter Tiere.

Der Ochsenfrosch ist in Nordamerika östlich der Rocky Mountains von Florida bis Südkanada beheimatet. In seiner Heimat ist er für Sammler ein begehrtes  Objekt. Das bis zu 2,5 kg auf die Waage bringt. Er hat Füße so groß wie Menschenhände, ein riesiges Maul und starke Muskeln.Dieses Tier zählt zu den größten Froscharten. Er verdrängt die vorkommenden Amphibien fast vollständig. Ein Weibchen legt pro Saison über 20.000 Eier. Die Larven wachsen innerhalb zwei Jahren zu gewaltigen Räubern heran. In Baden-Württemberg ist zu befürchten, dass eine Ausbreitung des Ochsenfrosches in der Oberrheinebene zu einer erheblichen Dezimierung der vielfältig bedrohten einheimischen Amphibienbestände führen wird.

Ochsenfrösche fressen Insekten, Fische, Jungvögel und Kleinsäuger. Eine Vorliebe von den Ochsenfröschen sind andere Amphibienarten. In unseren Laichgewässern bei Karlsruhe fehlen inzwischen Kaulquappen der  einheimischen Amphibienarten fast völlig. Viele Europäer halten sich Ochsenfrösche als Attraktion in Terrarium oder Gartenteich. Irgendwann ist man von dem Brüllen, dann so genervt und die Tiere werden dann ausgesetzt. Das Aussetzen von Tiere und Pflanzen ist in Deutschland streng verboten.Ochsenfrösche stellen eine starke Bedrohung für unsere ansässigen Arten dar.     

Letzte Aktualisierung ( Montag, 29. Dezember 2008 )